Grund- und Gemeinschaftsschule Boostedt


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Theater in der Schule: "Mobbing - Wenn Ausgrenzung einsam macht"

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Am 19. Juni war es wieder einmal so weit: Der Kultur-Express aus Weimar machte wie schon in den letzten Jahren Halt in Boostedt. Im Gepäck hatten die beiden Darstellerinnen ein Stück mit einer äußerst aktuellen aber unangenehmen Thematik: Mobbing. Trotz oder gerade wegen dieses Inhalts lauschten die 100 Schülerinnen und Schüler des 5. und 6. Jahrganges jedoch gebannt und aufmerksam der Geschichte von der coolen Franzi, die eines Tages aus Frust damit beginnt, Laura, die Klassenbeste, systematisch zu mobben. Die jungen Schauspielerinnen verstanden es dabei vorzüglich, das Publikum so in das Geschehen einzubinden, dass sogar ein Schüler während einer Szene aufstand und Laura in ihrer Verzweiflung tröstete und vor Franzi beschützen wollte. Authentisch und nachvollziehbar drehten die beiden Hauptfiguren sich in einer Eskalationsspirale, bis das Stück abrupt endete und das Ende ganz geschickt offen ließ. In der abschließenden offenen Diskussion stellten die Boostedter Schülerinnen und Schüler viele tolle Fragen zur Thematik und zeigten, dass das Stück einen Nerv bei ihnen getroffen hatte. Wie empathisch sie dabei waren, beweist folgende Frage eines Schülers: "Wenn ihr (die Darstellerinnen) das Stück schon so oft gespielt habt (103 Mal), könnt ihr euch privat eigentlich noch lieb haben?" Abgeschlossen wurde die Veranstaltung mit einer nicht enden wollenden Autogramm- und Fotozeit und am Ende stand sowohl für die beiden Schauspielerinnen als auch für sämtliche Boostedter fest: Kulturexpress Weimar in der Gemeinschaftsschule? Unbedingt wieder!
Ein großer Dank gebührt dem Schulförderverein, der erneut dazu beigetragen hat, dass diese Theateraufführung realisiert werden konnte und für die Schülerinnen und Schüler sogar kostenfrei war.