Grund- und Gemeinschaftsschule Boostedt


Zum Blog

Pressemitteilung vom LfA: Geflüchtete nähen Masken für die Schüler in Boostedt

bild_400

Nach der Wiederaufnahme des Unterrichts für einige Jahrgangsstufen in der Grund- und Gemeinschaftsschule Boostedt (GGS) haben die Bewohner der Landesunterkunft für Flüchtlinge jetzt Mundschutzmasken in unterschiedlichen Größen für die Schülerinnen und Schüler genäht. Am Montagnachmittag (11.05.2020) haben sie die Masken vor der Schule an der Twiete in Boostedt an Schulleiterin Dagmar Drummen und fünf Schülerinnen und Schüler übergeben.

(Mehr Info? Bitte "klicken")



Das Deutsche Rote Kreuz, das mit der Betreuung der Geflüchteten in Boostedt beauftragt ist, hatte mit Unterstützung des Landesamtes für Ausländerangelegenheiten Nähmaschinen bereitgestellt, an denen die Bewohner seit einigen Wochen Masken nähen. Auch schon vorher war die Arbeit in der Nähstube Teil des Freizeitangebotes in der Gemeinschaftsunterkunft in der ehemaligen Rantzau-Kaserne. „Das Atelier rund 25 Quadratmeter groß, da können mehrere Menschen gleichzeitig arbeiten, ohne sich zu nahe zu kommen", beschrieb Tarek Almaghout, DRK-Hausbetreuer in der Landesunterkunft in Boostedt, die Situation in der Nähstube.

„Corona bedroht alle Menschen. Da müssen wir zusammenhalten", sagte Chatin Aqjaee bei der Übergabe, während die Kinder sich schnell ihre Lieblingsmasken aussuchten. Schneider Omar Abdullatif Alsamirrai ergänzte: „Boostedt hat uns freundlich aufgenommen. Es ist schön, dass wir etwas zurückgeben können." Beide Männer stammen aus dem Irak, beide haben selbst Familie.
„Durch die Außenstelle der Grund- und Gemeinschaftsschule in der Landesunterkunft sind Schule und Unterkunft besonders verbunden. Das Engagement der Geflüchteten für die Schule unterstreicht das auf eine sehr schöne Weise", sagte Schulleiterin Dagmar Drummen bei der Übergabe.

Hartwig Puhlmann von Runden Tisch Boostedt ergänzte: „Die Landesunterkunft ist ein prägender Bestandteil unserer Gemeinde und für viele ihrer Bewohner das erste Zuhause in Deutschland. Diese Aktion freut uns, weil sie zeigt, wie die Bewohner sich um Integration bemühen."

(PRESSEMITTEILUNG vom

Landesamt für Ausländerangelegenheiten) <